reflections

Getting better

Mein Herz tut nicht mehr weh. Die Wunden sind scheinbar verheilt. Was bleibt, sind Narben auf dem Herzen. Das Gefühl ist auch anders. Es zerreißt mich nicht mehr, wenn ich an ihn denke. Was ich gelernt habe ist : Eine Beziehung wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. Manchmal braucht es vielleicht einfach Tiefen im Leben, um das klettern wieder zu erlernen...

Keine Erwartungen

Vielleicht darf man auch einfach keine Erwartungen haben. Vielleicht klappt es gerade dann mit dem glücklich sein. Das jedenfalls probiere ich gerade aus. Ich versuche mich nicht mehr zu sehr in alles hineinzusteigern und zuviel in Dinge rein zu interpretieren. Gar nicht so einfach, weil das nunmal irgendwie in meiner Natur liegt. Aber wenn es hilft... Ich werde berichten !

An/Aus

Was in meinem Leben ja auch wirklich fehlt, ist so ein An/Aus-Schalter für Gefühle. Ich finde, das ist eine echte Marktlücke. Damit könnte man reich werden. Ich bin ja vom Typ her so, das ich immer an das Gute im Menschen glaube, selbst dann, wenn alle anderen es nicht mehr tun. Vielleicht ist das gut, vielleicht aber auch ein Fehler. Jede Enttäuschung bedeutet ja auch wieder verletzt werden. Wer will das schon auf Dauer ? Vielleicht sollte man weniger an das Gute im Menschen glauben, sondern sich einfach mal ein scharfes Küchenmesser nehmen und selber mal nachsehen, was da so drin ist in dem Menschen... Soll jetzt kein Rat sein oder so, is nur ne Idee...

Jeder Abend wieder...

Abends ist es am schlimmsten. Dann wenn man nicht mehr durch Arbeit oder Erledigungen abgelenkt ist. Abends wenn man zur Ruhe kommt, sind die Einsamkeit und der Schmerz unerträglich. Man fängt an nachzudenken, kämpft mit den Emotionen und fragt sich, wie viele Tränen ein Mensch alleine eigentlich so weinen kann...Es wird einem bewusst, das man jedesmal lügt, wenn man sagt, das es einem gut geht. Man lügt, um nicht weiter darüber reden zu müssen, was einen so sehr verletzt. Wörter die nicht aus dem Mund kommen, kommen irgendwann aus den Augen.

Was ich will...

Ich lege kein Wert auf Geld oder Macht. Ich will jemanden, der immer bei mir bleibt, egal wie schwer es ist, mich zu ertragen. Ich will jemanden, der gern mit mir Zeit verbringt. Ich will jemanden, der zwar gern mit mir nach Feierabend auf der Couch sitzt und Serien guckt, aber auch gern mit mir feiern geht. Ich will jemanden, bei dem ich ein Stück weit Kind bleiben kann. Ich will jemanden, der sich für die Dinge interessiert, die ich mag. Ich will jemanden, der gern neben mir einschläft und wieder aufwacht. Ich will jemanden, der mich zum lachen bringt. Ich will jemanden, der immer hinter mir steht. Ich will jemanden, mit dem ich über alles reden kann. Ich will jemanden, der immer ehrlich zu mir ist. Ich will jemanden, der mit mir in Musicals geht. Ich will jemanden, der Hunde liebt. Ich will jemanden, der manchmal auch total verpeilt ist. Ich will jemanden, der sich nicht verstellt. Ich will jemanden, der mit mir nach Paris fährt. Ich will jemanden, der weiß was er will. Ich will jemanden, auf den ich mich immer verlassen kann. Ich will jemanden, der mich glücklich macht und mir zeigt, das es die wahre Liebe doch noch gibt.

Lieber allein ?

Ich werde nie verstehen, das es Menschen gibt, die scheinbar alleine glücklicher sind, als in Gesellschaft. Welchen Sinn hat es sonst, Menschen von sich wegzustoßen, die es eigentlich gut mit einem meinen ? Vielleicht liegt es daran, das man Menschen nicht zu sehr an sich ranlassen will, weil man Angst hat, sie könnten sehen, wie man wirklich ist. Vielleicht sieht man selbst aber auch gar nicht, das die anderen es gut mit einem meinen... Ich weiß es nicht, aber ich finde es einfach sehr traurig.

Zeit heilt alle Wunden...

Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden. Aber wieviel Zeit ist das genau, die man da so braucht ? Wieviel Schmerz muss man erfahren, bis man aufhört zu hoffen ? Fakt ist : Man kann nicht an eine glückliche Zulunft Glauben, wenn das Herz noch an der Vergangenheit hängt. Manchmal denke ich, das ich darüber hinweg bin und das es endlich bergauf geht. Dann passiert aber wieder etwas, das meine Gefühlswelt durcheinander bringt : Der Ex meldet sich, ruft an, schreibt SMS, liked meinen Facebookstatus ( auch die, aus denen klar hervorgeht, das es mir schlecht geht !) ... Plötzlich habe ich mich wieder emotional verlaufen. Dann ist es wieder da, dieses Hoffen und Warten. Das Herz will nicht immer das selbe, wie der Kopf, doch es sollte mehr auf den Kopf hören. Der Kopf sagt nämlich, das es besser ist, wie es jetzt ist - Das alles vergebens ist, was man jetzt noch versucht. Manchmal muss man aufhören zu kämpfen, um sich selbst nicht kaputt zu machen.



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